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Die Autoversicherung vergleichen und bares Geld sparen

autoversicherung vergleichen Wer sich auf die Suche nach einer Autoversicherung begibt, steht oft vor dem Problem, nicht genau zu wissen, welcher Leistungsumfang der richtige für einen ist. Zudem ist nicht immer klar ersichtlich, welcher Versicherer was genau für wie viel Geld bietet. Licht ins Dunkel kann hier ein Versicherungsrechner bringen, mit dem jeder ohne großen Aufwand die unterschiedlichen Tarife der Autoversicherung vergleichen kann. Denn eine Versicherung fürs Auto muss nicht mehr kosten als nötig. Deshalb sollte vorher auch genau überlegt werden, ob für den Wagen besser eine Vollkaskoversicherung in Frage kommt oder doch eine Teilkasko völlig ausreichend ist.
Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist in jedem Fall Pflicht und zudem notwendig, um überhaupt mit dem Auto im Straßenverkehr unterwegs sein zu dürfen. Aber auch hier gibt es von Versicherer zu Versicherer große Unterschiede, was einen Vergleich der Autoversicherung lohnenswert macht.

Darauf sollte beim Vergleich der Autoversicherung geachtet werden

Beim Vergleichen der Autoversicherung, geht es jedoch nicht nur darum, den günstigsten Tarif zu finden, sondern wichtige Faktoren wie Leistungsumfang und Service sollten bei der Entscheidung ebenfalls beachtet werden. Doch die über 200 Anbieter im Bereich der Kfz-Versicherung, die um Kunden konkurrieren, machen die Entscheidung nicht gerade leicht und am Ende eher unübersichtlich. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig zusätzliche Informationen zu erhalten, mit Tipps die beim Vergleich der Autoversicherung wirklich weiterhelfen.
Autoversicherung-berechnen.de hat hier die wichtigsten Ratschläge zusammengefasst, die keinesfalls außer Acht gelassen werden sollten. Demnach sollte ein guter Versicherer beispielsweise folgendes anbieten:

– Einen telefonischen Kundenservice sowie eine Schadenshotline
– Eine Deckungssumme von 100 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden
– Eine Mitversicherung grober Fahrlässigkeit
– Einen erweiterten Wildtierschutz
– Transparente und verständliche Vertragsbedingungen
– Einen erweiterten Mietwagenschutz im Ausland (Mallorca-Police)

Des Weiteren sollte auch darauf geachtet werden, ob ein Schutzbrief angeboten wird, welche Ausschlüsse bzw. Einschränkungen es gibt und wie hoch die Rückstufung im Schadensfall ist. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, kann diese Rückstufung mit einem angebotenen Rabattschutz verhindert werden.

So funktioniert der Versicherungsrechner zum Vergleichen der Anbieter

Nun kommen wir zum entscheidenden Punkt, nämlich wie genau ein Vergleich der Autoversicherungen mit einem Versicherungsrechner im Internet funktioniert. Gerade weil die Anwendung so einfach ist und man schon mit wenigen Mausklicks erkennen kann, welche Autoversicherung individuell gesehen die attraktivsten Konditionen anbietet, sollte jeder diese Möglichkeit nutzen. So geht es Schritt für Schritt:

1. Wählen Sie aus, ob Sie die Autoversicherung wechseln oder ein neues Auto versichern möchten. Bei einem Wechsel geben Sie bitte an, bei welcher Gesellschaft Ihr Fahrzeug bisher versichert ist. Klicken Sie anschließend auf den Button „Weiter“.

2. Der nächste Schritt ist die Fahrzeugauswahl. Hier stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder die Eingabe mithilfe des Fahrzeugscheins (Zulassungsbescheinigung Teil 1) oder per Auswahl aus der Datenbank „Marke und Modell“.

3. Bei einem Versicherungswechsel werden Sie nun nach der Erstzulassung Ihres Fahrzeugs gefragt. Bei einer Neuversicherung müssen Sie angeben, ob das Fahrzeug ein Zweitwagen ist und ob es sich hierbei um einen Neuwagen oder Gebrauchtwagen (einschließlich Tageszulassung) handelt. Bestätigen Sie ihre Angaben, in dem Sie auf den Button „Weiter“ klicken.

4. Im Folgenden müssen Sie Angaben zur Nutzung des Fahrzeugs machen. Dabei ist anzugeben, ob das Fahrzeug nur privat (inkl. Arbeitsweg), nur gewerblich oder privat und gewerblich genutzt wird. Zudem werden Sie nach der jährlichen Fahrleistung, der Finanzierung des Fahrzeugs, dem nächtlichen Stellplatz, sowie dem gewünschten Versicherungsbeginn gefragt. Hierbei steht auch zur Wahl, ob Sie ein Saisonkennzeichen benötigen oder nicht.
Nach der Eingabe aller relevanten Daten, klicken Sie bitte auf „Weiter“.

5. Auf der nächsten Seite werden diverse Angaben zum Versicherungsnehmer abgefragt. Neben dem Geschlecht und dem Geburtsdatum, müssen beispielsweise auch Angaben zum Familienstand, dem beruflichen Status und dem Wohnort gemacht werden.

6. Nun erfolgt die Abfrage der Fahrer des Fahrzeugs. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, denn wenn mehrere Fahrer das Auto nutzen, müssen Sie das in diesem Formular auch angeben. Außerdem wird nachgefragt, ob der Versicherungsnehmer auch der Halter des Fahrzeugs ist.

7. Nach dem Ausfüllen des letzten Eingabeformulars, erscheinen nun Fragen zur aktuellen Autoversicherung. Diese sollten Sie gewissenhaft beantworten und hierfür ihre Police zur Hand nehmen.

8. Im letzten Schritt können Sie mögliche Rabatte geltend machen. Diese werden von den meisten Versicherern gewährt, wenn beispielweise das Fahrzeug nachts in einer Garage abgestellt wird. Auch für bestimmte Berufsgruppen sowie selbstgenutztes Wohneigentum werden Rabatte angeboten.

9. Wenn Sie alles sorgfältig und wahrheitsgemäß ausgefüllt haben, müssen Sie nun noch die Erstinformationen des Versicherungsmaklers gemäß §15 VersVermV bestätigen. Gehen Sie dann auf „Ergebnis anzeigen“, um die Autoversicherung zu berechnen.

10. Doch bevor das Ergebnis angezeigt wird, werden durch den Versicherungsrechner bestimmte Rahmenbedingungen vorgeschlagen, die nach Wunsch geändert werden können. Die erste Tarifoption ist dabei die Deckung. Hier können Sie wählen, ob Sie nur eine Kfz-Haftpflicht benötigen oder aber zusätzlich eine Teilkasko- bzw. Vollkaskoversicherung wünschen. Weitere Tarifoptionen sind die Wahl der Selbstbeteiligung, die Werkstattauswahl, sowie die Zahlungsweise (jährlich, halbjährlich, vierteljährlich). Mit einem Klick werden Ihnen nun die besten Autoversicherungsanbieter angezeigt.

Da jede Tarifoption einen großen Einfluss auf die Höhe des Versicherungsbeitrags hat, ist es anschließend möglich, die gewählten Tarifoptionen abzuändern und die Angebote neu zu vergleichen. Zudem sollten Sie den angebotenen Filter nutzen, um damit den Leistungsumfang einer jeden Autoversicherung erkennbar zu machen. Zu empfehlen ist hierbei die von Stiftung Warentest nahegelegten Leistungen herauszufiltern. In diesem Fall werden Ihnen dann nur die Versicherungsanbieter angezeigt, die auch den empfohlenen Leistungsumfang anbieten.
Zum Schluss müssen Sie sich dann nur noch für einen Versicherungsanbieter entscheiden.

Selbstbeteiligung in der Autoversicherung

selbstbeteiligung Die Selbstbeteiligung, auch Selbstbehalt oder Eigenanteil genannt, ist eine mit der Autoversicherung vertraglich vereinbarte Regelung, sich im Schadensfall an der Schadensregulierung zu beteiligen. Hierbei handelt es sich nur um die Schäden, die auch in der Kaskoversicherung abgedeckt sind. Im Fall der Kfz-Haftpflicht ist keine Selbstbeteiligung möglich.
Die Summe des Selbstbehaltes wird dabei immer vorab beim Vertragsabschluss festgelegt und liegt in der Regel je nach Kaskoversicherung zwischen 150 Euro und 1.500 Euro. Bis zu diesem gewählten Betrag, muss jeder Kaskoschaden selbst getragen werden. Je höher die Selbstbeteiligung liegt, desto weniger muss man auch an Beiträgen zahlen. Denn weil dann viele kleinere Schäden wie Kratzer oder Beulen, die beispielsweise beim Ausparken passieren, von den Kunden selbst bezahlt werden müssen, sparen die Versicherer nicht nur ordentlich Geld, sondern auch viel Verwaltungsaufwand. Diese Ersparnis geben sie in Form günstigerer Beiträge an die Kunden weiter.

Wie viel Selbstbeteiligung ist sinnvoll?

Eine vorläufige Deckung ist standardmäßig nur bei der Kfz-Haftpflichtversicherung vorhanden. Das ist gesetzlich geregelt (VVG §49 bis §52) und soll verhindeDie Höhe der gewählten Selbstbeteiligung sollte in erster Linie davon abhängig sein, wie viel Geld man im Schadensfall zur freien Verfügung hat. Im Zweifelsfall ist es deshalb manchmal ratsamer, lieber etwas mehr Beitrag zu bezahlen, als bei einem Schaden auf einmal eine große Summe zahlen zu müssen. Hierbei sollte man sich keinesfalls von den günstigeren Beiträgen verleiten lassen, sondern das eigene Schadensrisiko und den Fahrzeugwert mit einbeziehen.
Sollte es sich dabei um ein neuwertiges Auto handeln, kommt eher der Abschluss einer Vollkaskoversicherung in Betracht. Und da bei einer Vollkasko auch immer der Teilkasko-Schutz mit eingeschlossen ist, kann sowohl für die Teilkasko- als auch für die Vollkaskoversicherung eine eigene Selbstbeteiligung festgelegt werden. Gebräuchlich und oft in Standard-Tarifen angeboten wird ein Selbstbehalt von 150 Euro bei der Teilkasko und 300 Euro beim Vollkasko-Schutz. Schon mit dieser Konstellation lässt sich die Versicherungsprämie um gut 20 – 30 Prozent gegenüber einem Kasko-Schutz ohne Selbstbehalt reduzieren. Dementsprechend lässt sich mit einer höheren Selbstbeteiligung noch mehr sparen.
Da die Versicherer unterschiedliche Grundlagen bei der Beitragsberechnung anwenden, sollte man sich entweder von seinem Versicherungsvertreter die verschiedenen Varianten durchrechnen lassen oder mittels Versicherungsrechner im Internet selbst die Autoversicherung berechnen.

Häufige Fragen zur Selbstbeteiligung

Wie wirkt sich die Selbstbeteiligung nach einem Schaden aus?

Für jeden Schadensfall muss man für die Reparatur den Eigenanteil zahlen. Liegt dieser zum Beispiel bei 300 Euro, der Schaden allerdings beläuft sich auf 1.000 Euro, übernimmt die Autoversicherung nur den Restbetrag von 700 Euro! In der Regel bleibt die Selbstbeteiligung auch für jeden Schadensfall gleich. Verändern kann sich jedoch der Schadenfreiheitsrabatt, wenn der Selbstbehalt nicht ausreichend ist um den Schaden zu reparieren.

Lässt sich die Selbstbeteiligung bei der Autoversicherung anpassen?

Es ist möglich die Selbstbeteiligung während der Vertragslaufzeit anzupassen. Hierfür muss der eigene Versicherer kontaktiert werden. Allerdings sollte dabei beachtet werden, dass sich eine Änderung auch auf Prämie auswirkt.

Muss der Selbstbehalt für alle Schäden gezahlt werden?

Im Normalfall gilt der Selbstbehalt für alle Kasko-Schadensfälle. Jedoch besteht die Möglichkeit, den Selbstbehalt gegen einen höheren Versicherungsbeitrag auf Fälle wie Parkschaden, Glasbruch, Vandalismus und Unfall einzuschränken. Für Diebstahl oder Naturgewalten müsste dann beispielsweise keine Selbstbeteiligung gezahlt werden.

Autoversicherung wechseln – Das sind die 10 größten Fehler

zehn fehler Bei einem Wechsel der Autoversicherung lässt sich potenziell viel Geld sparen. Aus diesem Grund ist es auch besonders wichtig, den Versicherungsmarkt im Auge zu behalten. Denn selbst wer im Vorjahr vielleicht einen besonders günstigen Versicherungsvertrag abgeschlossen hat, kann heute unter Umständen durch einen Wechsel noch mehr sparen. Es gibt neben dem Sparpotenzial aber noch andere wichtige Gründe, die Autoversicherung zu wechseln, beispielsweise wenn ein Versicherer für den gleichen Preis mehr bietet oder der Service der eigenen Versicherung nicht zufriedenstellend ist. Wer seine Autoversicherung wechseln möchte, sollte allerdings immer auf einige Dinge genau achten. Denn oftmals lauern in neuen Verträgen sogenannte Kostenfallen, die den Wechsel am Ende teurer machen. Es können sich dabei aber auch Fehler einschleichen, die dazu führen, dass der Anbieterwechsel gar nicht zustande kommt oder im schlimmsten Fall sogar der Versicherungsschutz gefährdet ist.
Welche Fehler beim Wechsel der Autoversicherung passieren können und wie Sie diese vermeiden, kann auf dieser Seite nachgelesen werden.

1. Fehler: Den Kündigungszeitraum verpassen

Wer seinen alten Autoversicherer kündigen möchte, sollte immer die Kündigungsfristen im Blick behalten. Falls kein Sonderkündigungsgrund (beispielsweise bei Fahrzeugwechsel) vorliegt, muss die Kündigung mindestens einen Monat vor der nächsten Hauptfälligkeit erfolgen. Genau gesagt ist das der Termin, zu dem der nächste Jahresbeitrag fällig wird und das neue Versicherungsjahr beginnt. In der Regel ist das bei den meisten Versicherungsverträgen der 1. Januar. Daher ist der Stichtag für die Kündigung der30. November, an dem bekanntlich auch die Wechselsaison bei der Autoversicherung endet. Sollte dieser Tag allerdings auf das Wochenende fallen, verschiebt sich der Stichtag im Normalfall auf den darauffolgenden Montag.
Wurde der Kündigungszeitraum verpasst, verlängert sich die alte Versicherung automatisch um ein weiteres Jahr.

2. Fehler: Formfehler bei der Kündigung

Kündigungsschreiben werden häufig in Form eines gewöhnlichen Briefs verschickt. Um aber Komplikationen zu vermeiden und einen Nachweis für das fristgerechte Einreichen der Kündigung zu haben, sollte der Brief unbedingt per Einschreiben mit Rückschein verschickt werden. Auch wenn diese Art des Briefversands teurer ist, so ist man am Ende doch auf der sicheren Seite. Hierbei ist zudem zu beachten, dass in das Kündigungsschreiben neben dem Namen der Anschrift und dem Datum, auch immer die Nummer des Versicherungsscheins sowie das Kennzeichen des versicherten Fahrzeugs gehören.
Sollte es sich bei der Kündigung um ein Sonderkündigungsrecht wegen Beitragserhöhung handeln, so muss dieser Grund auch im Kündigungsschreiben angeführt sein, wenn sie nach dem 30. November erfolgt.
Formfehler sollten unbedingt vermieden werden, weil sie dazu führen können, dass die Kündigung unwirksam ist.

3. Fehler: Versicherungswechsel ohne Vergleich

Wer die Absicht hat, die Autoversicherung zu wechseln, der sollte vorher unbedingt die Angebote vergleichen. Denn nur mit einer präzisen Analyse der Vergleichsergebnisse ist es möglich, sich ein individuelles Leistungspaket zusammenzustellen und die Spreu vom Weizen zu trennen. Das ist wichtig, um bares Geld zu sparen und einen Anbieter mit optimaler Absicherung zu finden.
Hierbei sollte zudem keinesfalls versäumt werden, den bestehenden Vertrag als auch die Vergleichsangebote auf spezielle Rabatte oder Sondereinstufungen zu prüfen, da diese in der Regel nicht übertragbar sind. Das ist wichtig zu beachten, um die jeweiligen Angebote beim Vergleich objektiv beurteilen zu können.

4. Fehler: Unvollständige oder falsche Angaben machen

Um vor einem Wechsel so gut wie möglich die Autoversicherung berechnen zu können, sollten die Angaben richtig und vollständig beantwortet werden, damit der Vergleichsrechner oder aber das Versicherungsunternehmen selbst, die genaue Beitragshöhe festlegen kann.
Daher sollten Sie vor dem Versenden des Versicherungsantrags ihre Daten noch einmal überprüfen, ob die ursprünglich angegebenen Daten richtig und vollständig sind. Denn sollte es später zu einem Schadensfall kommen, bei dem Unstimmigkeiten festgestellt werden, kann die Autoversicherung entgangene Beiträge nachträglich einfordern oder auch eine Vertragsstrafe verlangen. Deshalb sollte nicht nur auf die personenbezogenen Daten geachtet werden, sondern auch beispielsweise auf die Anzahl der Fahrzeugnutzer oder die jährliche Fahrleistung.

5. Fehler: Höhe der Deckungssumme vernachlässigen

Bei der Suche nach einer neuen Autoversicherung lässt man sich schnell von günstigen Prämien täuschen, vernachlässigt dabei aber oft wichtige Eckdaten. So zum Beispiel die Höhe der Deckungssumme. Zwar wurde per Gesetz eine Mindestdeckung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden festgelegt, die jeder Versicherer abdecken muss, allerdings ist es ein großer Fehler sich auf diese Mindestsummen zu verlassen.
Auch wenn die meisten Autoversicherungen die Beträge bereits höher angesetzt haben und die Anbieter die nur die Mindestdeckungssumme abdecken immer weniger werden, so liegt die Deckungssumme oft unter 50 Millionen Euro. Das kann dann im Extremfall nicht ausreichend sein und den finanziellen Ruin für den Versicherungsnehmer bedeuten. Deshalb sollte immer ein Anbieter mit einer Deckungssumme von mindestens 50 Millionen, am besten aber 100 Millionen Euro gewählt werden.

6. Fehler: Auf wichtige Versicherungsleistungen verzichten

Ebenfalls zu den größten Fehlern gehört das außer Acht lassen der gebotenen Versicherungsleistungen. Die Unterschiede liegen oftmals im Detail und sind von Anbieter zu Anbieter keinesfalls einheitlich. Sollte es dann aber nach einem Versicherungswechsel zu einem Schaden kommen, zahlt man unter Umständen mit dem neuen Vertragsabschluss sogar drauf.
Besonders teuer kann es im Fall der Neuwertentschädigung werden. Darum sollte bei Kauf eines Neuwagens niemals darauf verzichtet werden. Zu beachten ist hierbei zudem, dass die Entschädigung im Falle eines Totalschadens mindestens für 24 Monate gilt. Denn je nach Tarif kann die Neuwertentschädigung auch nur sechs Monate betragen. Sollte es dann nur wenig später zum Totalschaden kommen, wird statt dem Neuwert nur noch der Zeitwert erstattet.
Ein weiterer wichtiger Faktor sind Schäden durch Marderbisse. Denn zumeist sind die Folgeschäden teurer als die direkten Schäden. Allerdings deckt nicht jeder Kaskotarif Folgeschäden durch Marderbisse mit ab. Nicht zu vernachlässigen ist zudem der Einschluss grober Fahrlässigkeit durch die Kaskoversicherung. Grob fahrlässig können beispielsweise Schäden sein, die entstanden sind, weil der Fahrer mit dem Handy telefoniert hat. Auch sollte beim Abschluss auf die Wildschadenklausel geachtet werden, denn bei leistungsschwachen Tarifen gelten nur Kollisionen mit Haarwild nach dem Bundesjagdgesetz als versichert. Leistungsstarke Tarife haben die Klausel auf Zusammenstoß mit Pferden, Rindern, Schafen oder Hunden bzw. mit allen Tieren erweitert.
Bevor Sie die Autoversicherung wechseln, sollten Sie deshalb sämtliche Leistungsmerkmale ihres Vertrages mit denen der neuen potenziellen Anbieter vergleichen und gegebenenfalls das Leistungspaket erweitern.

7. Fehler: Selbstbeteiligung ohne Prüfung abschließen

Die Wahl einer Selbstbeteiligung senkt auch immer den Preis der Autoversicherung. Aus diesem Grund heben gerade die Versicherer Tarife mit hoher Selbstbeteiligung gerne hervor. In vielen Fällen jedoch sind diese nicht besonders attraktiv.
Zur Einordnung: Über eine Selbstbeteiligung beteiligt der Autoversicherer den Versicherungsnehmer an jedem Schaden, den er meldet. Dafür muss er auch weniger Beitrag zahlen.
In Standard-Tarifen beträgt diese in der Regel 150 Euro bei der Teilkasko und 300 Euro bei der Vollkaskoversicherung. Allerdings gibt es auch einige Anbieter, die diese Beteiligung nach oben schrauben, um die Beitragshöhe für den Kunden noch günstiger zu gestalten. Nicht jeder Haushalt in Deutschland verfügt aber über einen entsprechenden Betrag in der Schadenssituation, sodass vor einem Wechsel immer geprüft werden sollte, welche Selbstbeteiligung man sich selbst leisten kann und was für eine Beitragsersparnis daraus resultieren würde.

8. Fehler: Rückstufung im Schadensfall vernachlässigen

Wer auf der Suche nach einer neuen Autoversicherung ist, sollte neben den bereits aufgeführten Fehlern beim Versicherungswechsel, auch auf eine mögliche Rückstufung bei der Schadenfreiheitsklasse achten. Zwar ist die Einteilung der Schadenfreiheitsklassen einheitlich geregelt, seit 1994 jedoch können die Versicherer den mit einer Schadenfreiheitsklasse verbundenen Rabatt selbst bestimmen. Das kann schnell dazu führen, dass Sie am Ende beim neuen Anbieter unter Umständen sogar mehr bezahlen.
Ebenso sieht es mit der Rückstufung im Schadensfall aus. Da jede Autoversicherung ihre eigenen Rückstufungstabellen (Kfz-Haftpflicht und Vollkasko) hat, können Sie auch hier mit der neuen Police schlechter gestellt sein, weil sich ein Unfall je nach Versicherungsgesellschaft mehr oder weniger nachteilig auf die eigene Schadenfreiheitsklasse auswirkt.
Daher sollten Sie ihre alte Kfz-Police zur Hand nehmen, dort nach der Rückstufungstabelle suchen und diese mit den in Frage kommenden Anbietern vergleichen.

9. Fehler: Versicherungsvertrag mit Werkstattbindung

Auch die Tarifoption Werkstattbindung, die von den meisten Autoversicherungen mit dem Kaskoschutz angeboten wird, kann sich für den Versicherungsnehmer, trotz einer Reduzierung der Beitragskosten, als Fehler erweisen. Denn im Fall einer Werkstattbindung verpflichtet sich der Versicherungsnehmer, nach einem Schadensfall, eine vom Versicherer ausgewählte Werkstatt aufzusuchen. Diese als Service angepriesene Klausel, kann jedoch zum großen Nachteil werden, wenn es keine Vertragswerkstatt vor Ort gibt und dadurch unnötige Fahrkosten entstehen.
Sollte es sich bei dem versicherten Auto um ein geleastes Fahrzeug handeln, so ist es nicht selten, dass der Leasingpartner selbst vorschreibt, Reparaturen nur in einer vom Hersteller autorisierten Werkstatt durchzuführen. Mit der Werkstattbindung kann das sehr schnell problematisch werden.

10. Fehler: Auf Mallorca-Police verzichten

Gerade wer regelmäßig verreist und vor Ort einen Mietwagen nutzen möchte, um dort mobil unterwegs zu sein, begeht beim Wechsel der Autoversicherung einen weiteren Fehler, wenn er auf die sogenannte Mallorca-Police verzichtet. Hierbei handelt es sich um eine Zusatz-Haftpflicht für Mietfahrzeuge im Ausland und wird deswegen so genannt, weil auf Mallorca sehr viele Mietwagen angemietet werden und die Baleareninsel heute wie damals zu eine der beliebtesten Reiseziele der Deutschen zählt.
Auch wenn jeder Kunde bei der Anmietung eines Fahrzeugs im Ausland Versicherungsschutz erhält, muss er damit rechnen, dass die Deckungssummen der Versicherer im Ausland oft sehr niedrig sind. Die Mallorca-Police gleicht bei Schäden zu geringe Deckungssummen aus.

Wiederbeschaffungswert

wiederbeschaffungswert Der Wiederbeschaffungswert ist ein wichtiger Faktor in der Autoversicherung, der dann zum Tragen kommt, wenn das eigene Fahrzeug durch einen Unfall einen versicherten Totalschaden erlitten hat, oder aber durch Diebstahl entwendet wurde. Damit in beiden Fällen eine faire Schadensregulierung durch den Versicherer möglich ist, wird für jedes Fahrzeug der sogenannte Wiederbeschaffungswert berechnet, der die Wiederbeschaffungskosten eines vergleichbar anderen Fahrzeugs entspricht. Genau diese ermittelte Summe erhält der Geschädigte von seiner Autoversicherung, mit der er sich ein gleichwertiges Fahrzeug kaufen kann. Es steht dem Versicherten aber frei, gegebenenfalls gegen Aufpreis ein neues oder ein anderes Fahrzeug zu erwerben. Kurz zusammengefasst handelt es sich beim Wiederbeschaffungswert also um Kosten, die für den gleichwertigen Ersatz einer beschädigten Sache aufgebracht werden müssen.

Wie wird der Wiederbeschaffungswert berechnet?

Der Zustand des Fahrzeugs am Schadentag, ist immer maßgebend für die Berechnung des Wiederbeschaffungswertes durch den Gutachter. Deshalb ist ein unfallfreies und scheckheftgepflegtes Fahrzeug immer mehr wert, als beispielsweise ein Unfallwagen. Ebenfalls spielen das Alter und die Abnutzung eine wichtige Rolle. Jedoch kann die Wertermittlung gerade bei Gebrauchtwagen zu einer komplexen Angelegenheit werden. Denn Fahrzeuge mit selteneren Ausstattungen oder mit geringen Stückzahlen eines Modells, bieten nur wenige Vergleichsmöglichkeiten. Hier ist eine detaillierte Recherche durch einen Gutachter nötig, um eine faire Einschätzung zu gewährleisten. Und da es auf dem Gebrauchtwagenmarkt eben auch regionale Preisunterschiede gibt, kann das dazu führen, dass der Wiederbeschaffungswert eines in München zugelassenen Gebrauchtwagen höher ist, als beispielsweise in Rostock.
Einfacher ist die Berechnung, wenn es um den Ersatz eines Neuwagens geht, da es dafür Listenpreise von den Herstellern gibt. In diesem Fall zahlen die meisten Versicherer den Neupreis, wenn das Auto nicht älter als ein Jahr ist und das unabhängig von der Laufleistung. Entscheidend ist dabei allerdings immer, was in den Versicherungsbedingungen steht. Zudem bieten viele Anbieter die Möglichkeit, diese Option mit der sogenannten Neuwertentschädigung zu verlängern.
Sollte es sich beim Versicherungsfall um einen Oldtimer handeln, kann der Wiederbeschaffungswert sogar über dem Neuwert liegen, da für diese alten Fahrzeuge oft hohe Sammlerwerte gezahlt werden. Zumeist gibt es für solche Fahrzeuge spezielle Oldtimer-Versicherungsverträge, die eine Wertsteigerungsklausel beinhalten sollte. Es ist wichtig darauf zu achten, wenn Sie den Preis ihrer Autoversicherung berechnen, denn nur mit dieser Klausel, wird der Versicherungswert eines älter und wertvoller werdenden Fahrzeugs automatisch an die Marktentwicklung angepasst.
Egal um welche Art Fahrzeug es sich nun handelt, bei der Berechnung des Wiederbeschaffungswertes gibt es immer Unterschiede zum Zeitwert. Während beim Zeitwert vom hypothetischen Preis ausgegangen wird, den eine Sache vor ihrer Beschädigung erzielt hätte, minus dem Abzug von Alter und Abnutzung, so wird der Wiederbeschaffungswert inklusive der Zusatzkosten für Finanzierungen oder Händleraufschläge berechnet. In der Regel führt das dazu, dass der Wiederbeschaffungswert rund 20 Prozent über den Zeitwert des Fahrzeugs liegt.

Was tun, wenn das Auto brennt?

autobrand Glaubt man den Statistiken, dann brennt rund alle 13 Minuten ein Auto in Deutschland – zumindest steigen dichte Rauchwolken aus dem Motorraum auf. Es besteht hier aber kein Grund zur Panik, denn ein Auto explodiert in der Regel nur in Filmen, aber nicht im echten Leben. Nichtsdestotrotz gehört in jedes Auto ein Feuerlöscher, ähnlich wie ein Verbandskasten oder das Warndreieck. Denn Autobrände entstehen nicht nur durch technische Mängel wie Defekte am Kraftstoffsystem oder der Fahrzeugelektrik, sondern auch durch Unfälle kann sich sehr schnell ausgelaufenes Benzin entzünden. Hier kann es lebensrettend sein, wenn ein Ersthelfer einen Feuerlöscher dabei hat. Doch leider haben die wenigsten Autofahrer einen an Bord, obwohl die Preise wirklich erträglich sind und Nachrüstgeräte weniger als 30 Euro kosten. Aber nicht nur der Besitz eines Feuerlöschers ist wichtig, sondern auch das er nach einen Unfall gut erreichbar ist. Darum sollte sich der Feuerlöscher nicht im Kofferraum befinden, sondern durch eine separate Halterung mitten im Fahrzeug.

So reagieren Sie richtig bei einem Fahrzeugbrand

Ist eine Rauchentwicklung oder gar ein Brand entstanden, sollte das Auto an den Straßenrand gefahren werden. Anschließend schaltet man den Motor aus und die Sicherheitsblinkanlage ein. Sofern noch nicht die Feuerwehr alarmiert wurde, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Nachdem man sich die Warnweste angezogen hat, entriegelt man vorsichtig die Motorhaube. Hierbei sollte man natürlich Handschuhe tragen, damit man sich nicht die Finger verbrennt. Die Motorhaube sollte nicht ruckartig geöffnet werden, da die Sauerstoffzufuhr den Brand entfachen würde. Jetzt kann man kurze Löschstöße mit dem Feuerlöscher direkt auf den Brandherd richten. Auch muss unbedingt darauf geachtet werden, dass man den Wind im Rücken hat, damit man beim Löschen kein Löschpulver oder Rauch und Zersetzungsprodukte (Brandgase) einatmet. Beim Löschen des Rauches im Motorraum sollte ausreichend Abstand gehalten werden, damit es nicht zu weiteren Verletzungen kommen kann.

Was tun, wenn ein Elektroauto brennt?

Anders sieht es bei einem Elektroauto aus, das brennt. Auch wenn es äußerst selten passiert. Denn durch die großen Akkus ist ein solcher Brand deutlich schlimmer, als bei einem Auto mit Verbrennungsmotor. Wie bei allen elektrisch verursachten Bränden, muss hier mit einem Wiederaufflammen gerechnet werden.
Sehr schlimm bei einem E-Auto Brand sind die giftigen Gase und der Qualm, der von den Akkus ausgeht. Eine große Gefahr bei einem solchen Brand stellen die Lithium-Ionen-Batterien da, die sich oftmals selbst entzünden und aufgrund des Hochvoltsystems auch zu einem Stromschlag führen können. Es kann hier zu Stromschlägen von 400 – 800 Volt kommen. Um hier bei einem Brand bzw. einer Rauchentwicklung richtig zu handeln, sollte als Erstes der Stromkreislauf unterbrochen werden, damit es nicht zum gefährlichen Stromschlag kommt. Der Brand einer Lithium-Ionen-Batterie kann nicht so einfach gelöscht werden. Hier sollte in jedem Fall die Feuerwehr gerufen werden, die versuchen kann, mittels Wasser den Brandherd zu kühlen.

Was tun, wenn ein Elektroauto brennt?

Beim Abschluss einer Autoversicherung sollte man darauf achten, dass der Punkt Brandschaden in der Versicherung enthalten ist. Bei einem Brandschaden handelt es sich um die Beschädigung oder die Zerstörung des Fahrzeuges durch Feuer. Wie der Brandschaden entstanden ist, ist dabei erst mal unwichtig. Ein Brandschaden wird nur von der Kaskoversicherung übernommen und nicht wie man denken könnte von der Haftpflichtversicherung. Die Haftpflichtversicherung übernimmt nur Schäden an Dritten, die durch den Brandschaden zu Schaden gekommen sind. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass immer eine Teil- oder Vollkaskoversicherung für das Fahrzeug abgeschlossen wird, die auch für Brandschäden aufkommt.

Garantieversicherung

garantieversicherung Die Garantieversicherung ist eine zusätzliche Absicherung für Neu- und Gebrauchtwagen, die zur bestehenden Autoversicherung abgeschlossen werden kann. Ein Einzelabschluss ist hierbei allerdings nicht möglich. Interessant wird eine Garantieversicherung besonders beim Kauf eines Gebrauchtwagens, da bei Neuwagen bereits viele Autohersteller eine Werksgarantie anbieten.
Mit dem Abschluss dieser Versicherung hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit, sich gegen verschiedene Risiken bei Kauf eines Fahrzeugs abzusichern. Denn gerade bei Gebrauchtwagen treten oft schon kurz nach dem Kauf Mängel auf, die hohe Reparaturkosten zur Folge haben. Wenn dann noch das Fahrzeug von einer Privatperson gekauft wurde, besteht keinerlei Anspruch auf eine Garantieleistung. Selbst wenn das Fahrzeug bei einem Händler erworben wurde, ist es oftmals schwer nachzuweisen, dass der Mangel bereits beim Kauf bestanden hat. Genau für diese unvorhergesehenen Reparaturen, die an einem Auto innerhalb des Versicherungszeitraums notwendig werden, tritt die Garantieversicherung ein.

Diese Kosten werden übernommen

Kommt es zu einem Schadensfall, so übernimmt die Garantieversicherung alle anfallenden Lohnkosten die für die Reparatur des Wagens notwendig werden. Geht es allerdings um die Kosten für Ersatzteile bzw. für das Material, dann wird in den meisten Fällen nur ein prozentualer Anteil ersetzt. Wie hoch dieser dabei ist, hängt von der Anzahl der gefahrenen Kilometer ab. Bei der Garantieversicherung ist es zumeist so geregelt, dass bis zu 50.000 Kilometern die Materialkosten zu 100 Prozent übernommen werden. Danach erfolgt je 10.000 gefahrene Kilometer ein Abzug von 10 Prozent.
Ausgeschlossen vom Versicherungsschutz sind hier Schäden die aufgrund eines Unfalls, eines elementaren Ereignisses sowie durch Dritte verursacht wurden. Zur Absicherung dieser Schäden benötigt der Versicherte eine Teilkasko- bzw. Vollkaskoversicherung.

Darauf sollte bei einer Garantieversicherung geachtet werden

Nicht jede Autoversicherung bietet für seine Kunden eine Garantieversicherung an. Deshalb sollte man vor einem Vertragsabschluss ein genaues Auge darauf haben. Beachtet werden sollte dabei auch, dass je nach Versicherungsanbieter gesonderte Bestimmungen gelten und es beim Leistungsumfang zum Teil deutliche Unterschiede geben kann. Zumeist haben Garantieversicherungen eine Laufzeit von einem Jahr ab dem Kaufdatum des Fahrzeugs. Jedoch sind bei einigen Anbietern auch noch längere Zeiträume möglich, in denen Reparaturen übernommen werden. In der Regel endet der Versicherungsschutz zudem in fast allen Fällen mit dem Erreichen der 120.000 Kilometergrenze.
Bei der Berechnung des zu zahlenden Beitrags ist entscheidend, wie alt das Auto ist, wie viele Kilometer damit gefahren wurden und über welche Motorleistung das zu versichernde Fahrzeug verfügt.

Mallorca-Police

mallorca-police Bei der Mallorca-Police handelt es sich um eine Zusatz-Haftpflicht für Mietfahrzeuge im Ausland. Die Bezeichnung allerdings ist ein wenig irreführend und wurde vor allem deshalb gewählt, weil auf Mallorca besonders viele Mietwagen angemietet werden und die Baleareninsel zur damaligen Zeit mit das beliebteste Reiseziel der Deutschen war. Der Versicherungsschutz dieser Zusatz-Haftpflicht aber beschränkt sich dabei keineswegs nur auf die Ferieninsel oder Spanien, sondern gilt in ganz Europa.
Eine vorhandene Mallorca-Police ist für denjenigen wichtig, der gern im Ausland ein Wagen mietet. Denn damit unterwirft man sich den dort geltenden Gesetzen und Regelungen zum Versicherungsschutz. Wer dann im Urlaub ohne Zusatzabsicherung in einen Schaden verwickelt wird, bleibt oftmals als Mietwagennutzer auf einen erheblichen Teil der Kosten sitzen, da die Deckungssummen ausländischer Haftpflichtversicherungen zumeist niedriger sind, als die in Deutschland festgelegte Mindestdeckungssumme. Aus diesem Grund sollte jeder zur eigenen Sicherheit vor der Mietwagennutzung im europäischen Ausland eine Mallorca-Police abschließen. Diese erweitert die Haftpflichtdeckung und kommt für den entstandenen Mehrschaden auf. Wichtig zu beachten ist, dass die Mallorca-Police nichts mit dem Ausland-Schadenschutz zu tun hat, der nur für Schäden am eigenen versicherten Auto aufkommt.

Mallorca-Police gleicht Versicherungslücke aus

Natürlich erhält jeder Kunde bei der Anmietung eines Fahrzeugs im Ausland Versicherungsschutz, jedoch muss dann damit gerechnet werden, dass der in Deutschland übliche Kfz-Haftpflichtversicherungsschutz vor Ort nicht in gleichem Umfang vorgeschrieben ist. Mit dem Abschluss einer Mallorca-Police aber fährt der Versicherungsnehmer auch mit dem Mietwagen im europäischen Ausland bezüglich der Schadensdeckung auf deutschem Niveau. Somit wird die Deckungssumme mindestens auf die hierzulande gesetzlich festgelegte Mindestversicherungssumme von 7,5 Millionen Euro für Personenschäden sowie 1,12 Millionen Euro für Sachschäden erhöht. In der Regel aber sind Personen- und Sachschäden pauschal mit bis zu 100 Millionen Euro versichert.
Wer also für den Urlaub ein Fahrzeug mieten möchte, sollte am besten erst einmal in den Unterlagen seiner Autoversicherung nachschauen. Vor allem deshalb, weil einige Versicherer die Mallorca-Deckung bereits in der Kfz-Haftpflicht bzw. im Kfz-Schutzbrief mit einschließen. Ist die Mallorca-Deckung allerdings nicht im Versicherungsumfang enthalten, kann der Versicherte diese auch alternativ beim Automobilclub abschließen oder aber nachträglich ganz unkompliziert und für wenig Geld beim Kfz-Haftpflichtversicherer integrieren lassen.

Das sollten Autofahrer bei einer Panne wissen!

autopanne Auf Deutschlands Straßen passiert es täglich mehrere tausend Mal. Ob durch einen platten Reifen, durch einen defekten Motor oder einen anderen Schaden. Eine Panne ist immer sehr ärgerlich und kann viele Ursachen haben. Neben der verlorenen Zeit kostet sie zudem nicht selten auch eine Menge Geld. Gut wenn man als Autofahrer in dieser Situation einen Schutzbrief bei einer Autoversicherung oder einem Automobilclub abgeschlossen hat. Doch was kann ein Autofahrer tun, wenn er in einem solchen Fall ohne Pannenschutz dasteht?
Oft ist es nicht einfach vom Pannenort aus die nächstgelegene Werkstatt zu finden und schon gar nicht mittels mobiler Internetverbindung wenn man sich in ländlichen Regionen aufhält. Eine Möglichkeit Hilfe anzufordern bietet hier das Handy und die kostenfreie Notrufnummer 0800 6683663. Dahinter versteckt sich die Dienstleistungs-GmbH der Deutschen Versicherer (GDV DL), die den Notruf betreibt. Angeboten wird durch sie auch eine App namens „Pakoo“ mit der es natürlich noch einfacher geht. Hier genügt ein Tastendruck und der Nutzer wird mit der Telefonzentrale verbunden und zugleich geortet.
Sollte es auf der Autobahn zu einer Panne kommen, so sind dort alle zwei Kilometer Notrufsäulen zu finden, die ebenfalls vom GDV DL betrieben werden. Der liegengebliebene Autofahrer selbst entscheidet dann am kostenfreien Telefon, wie die Pannenhilfe geleistet werden soll. Bei Vorliegen eines Schutzbriefs werden in der Regel die Servicestellen der Versicherungen oder der Automobilclubs kontaktiert. Alle anderen bekommen eine Auflistung freier Hilfeanbieter, deren Einsatz der Autofahrer dann selbst bezahlen muss.

Richtig reagieren bei der Pannenhilfe

Bestenfalls können die Pannenhelfer den Schaden direkt vor Ort beheben. Ist das jedoch nicht möglich, muss abgeschleppt werden. Wie hoch die Abschleppkosten dabei ausfallen, lässt sich pauschal nicht sagen. Abhängig ist dies zumeist von den örtlichen Begebenheiten, dem Fahrzeugtyp sowie den Grad der Beschädigung. Zudem ist es in der Praxis so, dass fast immer direkt nach der Auftragsausführung bezahlt werden muss. Aus diesem Grund ist das vorher abzuklären, falls der Kunde nicht über so viel Bargeld verfügt.
So ist es durchaus möglich, dass der Pannenhelfer einen Umweg zum nächsten Geldautomaten macht. Selbst bei einem Autoschutzbrief kann es vorkommen, dass die Pannenhilfe und die Abschleppkosten nur bis zu einer Obergrenze getragen werden. Oft liegt diese bei 100 Euro für den Pannendienst und 150 Euro für das Abschleppen. Jedoch haben die Kunden einen Anspruch auf einen Mietwagen, mit dem sie die Reise fortsetzen können, wenn die Werkstatt weit entfernt vom eigenen Wohnort liegt. Generell gilt aber zu beachten, dass weder eine Werkstatt auf eigene Faust angerufen noch ein Hotel für die Übernachtung gebucht werden sollte, damit der Schutzbrief überhaupt greift.

Rabattschutz

rabattschutz Bei einem Rabattschutz handelt es sich um eine spezielle Erweiterung, die seit einigen Jahren von vielen Autoversicherungen angeboten wird. Diesen Schutz kann der Kunde im Rahmen des Versicherungsvertrages vereinbaren, um bei einem verschuldeten Schadensfall Rückstufungen in der Schadenfreiheitsklasse zu vermeiden.
Diese Rückstufung des Versicherten in eine schlechtere SF-Klasse erfolgt normalerweise nach jedem gemeldeten Schaden und kann zu einer erheblichen Erhöhung des zu zahlenden Versicherungsbeitrags führen. Mit dem vereinbarten Rabattschutz aber, der gegen einen erhöhten Beitrag abgeschlossen werden kann, haben Versicherungsnehmer in der Regel sozusagen einen schuldhaften Schadensfall pro Jahr frei, ohne deshalb eine Rückstufung oder Beitragserhöhung befürchten zu müssen.
Sollte jemand nicht nur einen Unfall, sondern gleich zwei Schäden in einem Jahr verursachen, dann wird der Zweite so behandelt, als wäre es der erste Schaden. Somit hätte das nur eine geringfügigere Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse zufolge. Allerdings gibt es hier auch Unterschiede und der Rabattschutz kann bei einigen Versicherern bei bis zu drei Schadensfällen gelten.

Das gilt bei Rabattschutz zu beachten

Die Versicherer bieten den Rabattschutz zur Autoversicherung als eine zusätzliche Tarifoption an. Ein Abschluss aber ist abhängig vom Anbieter zumeist erst ab der Schadenfreiheitsklasse 4 oder sogar 6 möglich. Das bedeutet, ein Versicherungsnehmer muss bereits mindestens 4 bzw. 6 Jahre schadenfrei gefahren sein, um mit seiner Versicherung einen Rabattschutz vereinbaren zu können. Zudem ist diese zusätzliche Absicherung mit einem Beitragszuschlag verbunden, der üblicherweise 15 bis 20 Prozent beträgt. Möglich ist die Vereinbarung des Rabattschutzes sowohl in der Kfz-Haftpflicht als auch in der Vollkaskoversicherung.
Ob der Zusatzbeitrag für den Einschluss des Rabattschutzes gerechtfertigt ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wie sich dieser aber genau auf die Tarife der unterschiedlichen Anbieter auswirkt, lässt sich am besten durch Berechnung der Autoversicherung feststellen.
Zu beachten gilt weiterhin auch, dass der Rabattschutz in der Regel nur innerhalb einer Autoversicherung gültig ist. Bei einem Versicherungswechsel würde dieser also nicht auf die neue Police übertragen werden. Demzufolge wird bei der Weitergabe der Daten an den nächsten Versicherer zumeist auf die tatsächliche SF-Klasse zurückgegriffen, was einen empfindlich höheren Beitrag mit sich bringen kann.

Der Rabattschutz ist nicht gleich Rabattretter

Sehr oft wird der Rabattschutz mit dem Rabattretter verwechselt. Allerdings finden Versicherungskunden einen Rabattretter heute nur noch in älteren Autoversicherungspolicen, der dort ohne einen Zusatzbeitrag enthalten ist. Zudem wird dieser erst ab der Schadenfreiheitsklasse 25 gewährt. Der Rabattretter sorgt dafür, dass der Versicherungsnehmer in der SF-Klasse nur soweit zurückgestuft wird, dass sein Prämienrabatt unverändert bleibt und er somit keinen höheren Beitrag zahlen muss. In aktuellen Versicherungsverträgen sowie bei Neuabschlüssen ist der Rabattretter kaum noch zu finden und gilt als Auslaufmodell.

Zweitwagenregelung

zweitwagen Familien benötigen heutzutage aus beruflichen oder organisatorischen Gründen mehr als nur ein Fahrzeug. Neben der mobilen Unabhängigkeit für die Ehepartner führt das natürlich auch zu zusätzlichen finanziellen Kosten. Aus diesem Grund bieten die Versicherungsgesellschaften den Autobesitzern die Möglichkeit, mit der Zweitwagenregelung ein zweites Fahrzeug günstig zu versichern. Hierbei handelt es sich um eine Art Rabatt, der dem Kunden bei der Versicherung eines Zweitwagens gewährt wird. Man spricht deshalb auch von einem Zweitwagenrabatt. In diesem Fall kann das zweite Fahrzeug direkt mit der Schadenfreiheitsklasse ½ einsteigen, was in der Regel einem Beitragssatz zwischen 100 und 140 Prozent entspricht. Die genaue Höhe unterscheidet sich dabei von Autoversicherung zu Autoversicherung. Einige Versicherer bieten sogar die Möglichkeit, das Fahrzeug in die Rabattklasse des Erstwagens einzustufen. Dies hat dann natürlich eine große Ersparnis für den Kunden zur Folge.

Darauf sollte bei der Zweitwagenregelung geachtet werden

Gerade wegen der großen Anzahl an Autoversicherungen gibt es unterschiedliche Varianten für eine Zweitwagenversicherung. Eine Bedingung bei vielen Assekuranzen ist es, beide Fahrzeuge beim gleichen Unternehmen zu versichern. Aber mittlerweile ist es bereits möglich die Zweitwagenregelung auch bei verschiedenen Anbietern geltend zu machen. Schon aus diesem Grund sollte jeder die Angebote miteinander vergleichen und vor einem Abschluss die Autoversicherung berechnen.
Das ist auch deshalb sinnvoll, weil bei einigen Versicherern eine Altersbegrenzung für Fahrer gilt. Je nach Tarif darf dieser dann nicht jünger als 23 bzw. 25 Jahre alt sein, um überhaupt von der Zweitwagenregelung profitieren zu können. Damit soll verhindert werden, dass diese Regelung von Fahranfängern genutzt wird. Doch gerade für Fahranfänger bietet die Zweitwagenregelung ein hohes Sparpotenzial, in dem sie das Fahrzeug bei einem Elternteil mitversichern, der bereits eine günstige Schadenfreiheitsklasse besitzt. Somit kann der Einstufung in die sehr teure Schadenfreiheitsklasse 0 umgangen werden. Allerdings kann der Fahranfänger für die Dauer der Zweitwagenversicherung keine eigenen Schadenfreiheitsrabatte erwerben.
Zu beachten gilt bei der Zweitwagenregelung auch, dass bei einem Sachschaden zwischen den beiden Fahrzeugen kein Versicherungsschutz besteht.

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